Kirchliche Ausdrücke
Absolution die Vergebung Gottes zusprechen
Abt “Vater”, Vorsteher eines Klosters
A cappella Gesang eines Chors ohne Begleitung durch Musikinstrumente
Administrator Verwalter, z.B. der Pfarradministrator, der bis zur Wahl eines Pfarrers die Pfarrei verwaltet.
Advent “Erwartung”, die Vorbereitungszeit auf Weihnachten
Agnus “Lamm (Gottes)”, siehe Brotbrechung
Akklamation Antwortrufe des Volkes: “Und mit deinem Geiste”, “Deinen Tod o Herr, verkünden wir..”
Akolyth Bischöflich beauftragter Diener beim Gottesdienst, Kommunionspender und ev. Leiter von Gottesdiensten
Albe Das weisse Gewand, das Leute mit besonderen Aufgaben im Gottesdienst tragen
Alleluja siehe Ruf vor dem Evangelium
Allgemeines Gebet Gebet für die Kirche und für alle Menschen auf der Erde, mit Einleitung und Abschlussgebet. Dazwischen stehen die Fürbitten.
Altar Opfertisch. Er ist ein Symbol für Christus und wird durch den Bischof geweiht.
Altes Testament Erster Teil der Bibel, enthält alle vor der Geburt Jesu erschienenen Bücher des Volkes Israel.
Ambo Lesepult, von dem aus der Heiligen Schrift gelesen wird.
Amen auf Hebräisch: “So sei es!”. Eine Bestätigung und Bekräftigung eines Gebetes
Amt Feierlicher Gottesdienst mit Weihrauch. Meist singt der Kirchenchor lateinische Messgesänge
Andacht Ein Gebetsgottesdienst
Angelus Glockenzeichen am Morgen, Mittag und Abend, das die Gläubigen mahnt, den “Engel des Herrn” zu beten.
Antiphon Ein gesungener Vers, der zwischen den Psalmversen wiederholt wird. Leitvers.
Apokryphen Bücher, die nicht zur offiziellen Bibel gehören: z.B. Petrus-, Jakobus-, Nikodemus-, Thomas-Evangelium. Hier sind gewisse Legenden beschrieben.
Apostolisch im Zusammenhang mit den ersten zwölf Jüngern Jesu, den Aposteln.
Aussetzung Aufstellung des eucharistischen Brotes in der Monstranz zwecks Anbetung des anwesenden Christus
Ave Maria lateinisch, “Gegrüsst seist Du, Maria”.
Baldachin kleines Dach aus Stoff über einem Altar. Als “Traghimmel” Stoffdach an vier Stangen - früher bei der Fronleichnamsprozession getragen.
Benediktionale Ein braunes Buch, das die verschiedensten Segensgebete enthält
Bibelkonkordanz Geht Dir ein Wort durch den Kopf und suchst Du die dazupassende Bibelstelle? Im Pfarrhaus ist dieses Buch vorhanden.
Bischof Vorsteher eines Bistums oder Diözese - so nennt man das Gebiet, für welches ein Bischof zu sorgen hat. Unser Bischof wohnt in Solothurn. Spendet auch das Sakrament der Firmung und der Diakonats-, Priester- und Bischofsweihe.
Bistum Das Bistum Basel umfasst die Kantone: Solothurn, Aargau, Basel-Land, Basel-Stadt, Bern, Jura, Luzern, Schaffhausen, Thurgau und Zug.
Brevier siehe Stundengebet
Brotbrechung Gebet nach dem Friedensgruss und vor dem Kommuniongang. Hinweis, dass Jesus sein Leben hingegeben hat, wie man ein Brot bricht.
Bussakt Besinnungsteil am Anfang des Gottesdienstes, auch Kyrie genannt
Caritas Tätigkeit in der Nächstenliebe. Auch Name der Hilfsorganisation der katholischen Kirche.
Choral Gesangsart. Der “Gregorianische” Choral stammt aus dem Mittelalter und wird besonders in den Klöstern gesungen.
Chrisam Salböl, wird am Gründonnerstag vom Bischof geweiht und bei der Taufe, Firmung, Weihe und Krankensalbung verwendet.
Christus = der Gesalbte, der in der Kraft Gottes steht. Bezeichnung für Jesus, besonders den Auferstandenen.
Christkatholiken Die Christ- oder Altkatholische Kirche feiert die Sakramente gleich wie die “römisch”-katholische Kirche, ist aber nicht dem Papst unterstellt. Sie kennt aber auch das Bischofsamt.
CIC Kirchenrechtsbuch, katholisches
Confiteor im Lateinischen: “Ich bekenne”, Teil des Bussaktes
Corporale Weisses Tuch auf dem Altar, worauf Kelch und Hostienschale gestellt werden.
Credo im Lateinischen: “Ich glaube”. Glaubensbekenntnis im Gottesdienst
Custodia Das Gefäss, worin die Monstranzhostie aufbewahrt wird.
Dalmatik Messgewand des Diakons
Dekan, DekanatsleiterIn Die Seelsorgenden eines Dekanats wählen eines ihrer Mitglieder als Leiter oder Leiterin und als Verbindungsperson zum Bischof.
Dekanat Eine Seelsorge-Region. Unser Dekanat Hochdorf umfasst das obere und das untere Seetal sowie Beromünster, Neudorf, Rickenbach, Pfeffikon.
Diakon Seelsorger, vom Bischof geweiht. Spendet die Sakramente: Taufe und Ehe. Im Gottesdienst trägt er eine schräge Stola.
Diakonie “Nächstenhilfe” - eine der vier Hauptaufgaben der Kirche
Diaspora Gebiet, in dem die katholische oder reformierte Kirche in der Minderheit ist
Direktorium Ein Büchlein, das jährlich erscheint. Es enthält Richtlinien für die Gestaltung der Liturgien sowie den liturgischen Kalender mit den Schriftlesungen.
Dogma Lehr- und Glaubenssatz, Kurzformel des Glaubens
Doxologie bedeutet Lobruf: “Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit, Amen”, oder: “Durch ihn und mit ihm...”
Einsetzungsbericht Worte und Zeichen Jesu beim letzten Abendmahl. Höhepunkt des Hochgebets der Eucharistiefeier.
Epiklese Gebet im Kanon der Eucharistiefeier. Herabrufen des Heiligen Geistes über die Gaben von Brot und Wein sowie über die Gläubigen.
Epiphanie im Griechischen: “Erscheinung”. Bezeichnung für das Fest der Dreikönige, 6. Januar.
Epistel im Griechischen: “Brief”, Bezeichnung für die Apostelbriefe
Eucharistie Wir erinnern uns an Jesus, sein Leben, sein Abendmahl, sein Leiden und Sterben und an seine Auferstehung. Dankfeier.
Evangelium bedeutet Frohbotschaft. Eine Geschichte oder ein Wort von Jesus Christus wird gelesen. Die Ministranten stehen dazu mit Kerzen um den Ambo.
Exegese Fremdwort für die Bibelauslegung
Farbe Jede Festzeit hat ihre bestimmte Farbe: Violett für die Advents- und Fastenzeit, weiss/gold für Weihnachts- und Osterzeit, grün für die Zeit im Jahreskreis, rot für Pfingsten und die Festtage der Märtyrer, manchmal sogar blau für Marienfeste.
Festzeit Zeit im Kirchenjahr. Dazu gehören: Advents- und Weihnachtszeit, Fasten- und Osterzeit, die Zeit im Jahreskreis. Jede Festzeit hat ihre bestimmte Farbe.
Fürbitten Allgemeines Gebet
Gebet des Herrn ist das “Vater unser” gemeint
Gedächtnis Die Hinterbliebenen eines Verstorbenen können sich zum Gottesdienst einfinden. Der Name des Verstorbenen wird erwähnt.
Gloria Lobgesang am Anfang des Gottesdienstes: “Gloria in excelsis Deo” = Ehre sei Gott in der Höhe.
Gründonnerstag Kommt von “Greinen” = weinen. Donnerstag vor dem Karfreitag mit Gedächtnis des Abendmahls Jesu.
Hallelu Liederbuch mit vor allem rhythmischen Gesängen
Hochgebet siehe Kanon
Homilie im Griechischen: “Rede”, Predigt, Schriftauslegung
Hore “Stunde”, siehe auch Stundengebet
Hosanna im Hebräischen: “Herr, hilf uns!” Im Neuen Testament ein Huldigungs-oder Jubelruf
Hostie runde Brotscheibe
Hymnus Lobgesang
Installation Amtseinführung
Interkommunion Abendmahlsgemeinschaft zwischen verschiedenen christlichen Kirchen
Introitus lateinisch siehe Einzugsvers
Inzens Beweihräucherung
Jahreskreis Die “gewöhnlichen” Sonntage des Jahres- ausserhalb der “geprägten” Festzeiten.
Jahrzeit Am Jahrestag des Sterbens können sich die Hinterbliebenen eines Verstorbenen zum Gottesdienst einfinden. Die Namen der Verstorbenen werden erwähnt.
Kanon Hochgebet der Eucharistiefeier
Kantor Vorsänger im Gottesdienst
Kasel Das glockenförmige Messgewand des Priesters
Katecheten Frauen und Männer, die im Dienste der Kirche stehen und vor allem Religionsunterricht erteilen
Katholisch in Griechischen: “weltumspannend”
Kelchvelum Farbiges Tuch, das am Anfang der Eucharistiefeier über dem Kelch liegt.
Kirchenrecht Gesetzbuch der röm. kath. Kirche. Abkürzung: CIC
Koinonia Gemeinschaftsbildung - eine der 4 Hauptaufgaben der Kirche
Kommunion bedeutet Gemeinschaft. Das Heilige Mahl ist das Zeichen der Gemeinschaft mit Gott und untereinander.
Konzelebration bedeutet “Mitfeier”, wenn ein paar Priester miteinander die Eucharistie feiern.
Konzil Kirchenversammlung aller Bischöfe. Hier werden theologische und pastorale Fragen besprochen.
Kredenz Kleiner Tisch für die Opfergaben
Kyrie siehe Erbarmensruf. “Kyrie eleison” (griechisch) = Herr,erbarme Dich!
Laudes Morgengebet
Lavabo Händewaschung bei der Gabenbereitung
Lektor/In Bischöflich beauftragter Vorleser im Gottesdienst.
Lektionar Buch mit den Lesungen aus der Hl.Schrift. Es gibt drei Lektionare für die drei Lesejahre, zwei Werktagslektionare, sowie weitere für besondere Gottesdienste.
Lesejahr An den Sonn- und Feiertagen werden alle drei Jahre die gleichen Schriftlesungen vorgeschlagen. Die Evangelien der Fasten- und Osterzeit sind Johannes entnommen, sonst wie folgt: A = Matthäus / B = Markus / C = Lukas
Litanei Gebet, bei dem ein Vorbeter eine Bitte ausspricht und die Gemeinde immer mit dem gleichen Ruf antwortet
Liturgie Begriff für alle gottesdienstlichen Feiern - eine der 4 Hauptaufgaben der Kirche
Liturgik Fach der Theologie: Lehre vom Gottesdienst
Liturgischer Kalender Im “Seetaler” findest Du eine Aufstellung der Sonntagslesung.
Märtyrer bedeutet im Griechischen “Zeuge”, wegen seiner Glaubenstreue getötet
Messe bedeutet: ”Sendung, Auftrag”, Begriff für die Eucharistiefeier
Messbuch Hier sind alle Gebete der Eucharistiefeier enthalten
Ministrant bedeutet lateinisch: “Diener”
Mission = “Sendung, Auftrag”, das Evangelium allen Menschen zu verkünden, die nicht davon wissen.
Mitra Bischofsmütze
Monstranz Zeigegefäss für die geweihte Hostie. Braucht man vor allem an Fronleichnam.
Neues Testament Zweiter Teil der Bibel, enthält alle nach der Geburt Jesu erschienenen Bücher.
Oekumene Ausdruck für die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Kirchen. In einem ökumenischen Gottesdienst wirken z.B. Katholiken und Reformierte mit.
Offertorium früher Gabenbereitung der Eucharistiefeier
Oktav Achter Tag, an dem ein grosses Fest abgeschlossen wird.
Oration Gebet, z.B. Tages-, Gaben- und Schlussgebet
Orden Religiöse Gemeinschaft
Orthodox griechisch “rechtsgläubig”. Bezeichnung für die Kirche in Griechenland, Russland und dem Nahen Osten.
Palästina Bezeichnung für das “Heilige Land”, das heutige Israel
Pascha hebräisch für Ostern
Passion Leidensgeschichte. Die Passion Jesu wird am Palmsonntag und Karfreitag verlesen.
Pastoral Fremdwort für “Seelsorge”
Patene Flacher, meist vergoldeter Teller für einzelne Hostien oder auch die Eheringe bei der Trauung.
Patrozinium Schutzheiliger und Fest des Schutzheiligen einer Kirche oder Kapelle
Pentateuch Die ersten fünf Bücher der Bibel
Perikope Abschnitt aus der Bibel
Pfarreileiter Beauftragter Theologe zur Leitung einer Pfarrei in Zusammenarbeit mit einem Priester aus der Umgebung
Präfation Dankgebet für die Erlösung durch Jesus Christus. Einleitung zum Heiligruf im Hochgebet der Eucharistiefeier.
Regionaldekan Verbindungsperson zwischen dem Bischof und den Seelsorgern eines Kantons. Hat vom Bischof den Auftrag, das Sakrament der Firmung zu spenden.
Requiem “Ruhe” (die Seelen der Verstorbenen sollen im Frieden ruhen). Trauergottesdienst
Rituale Buch mit dem Ablauf spezieller Gottesdienste: Taufe, Trauung, Bestattung, Krankensakramente etc.
Ritus Form und Ablauf des Gottesdienstes
Rorate = “Tauet” (Himmel den Gerechten), Gottesdienst in der Adventszeit
Sakrament Feier des Glaubens mit bestimmten Zeichen und Worten: Taufe, Versöhnung, Eucharistie, Firmung, Ehe, Weihe, Krankensalbung.
Sanctus Heiligruf im Hochgebet der Eucharistiefeier
SC Konzilstexte über die Liturgie
Schiffli siehe Weihrauch
Schlussgebet Abschlussgebet des Gottesdienstes, ändert von Tag zu Tag.
Schola kleiner, meist einstimmiger Sängerchor
Schott Buch mit Gottesdiensteinleitungen, Eröffnungsvers, Tages- und Schlussgebet, Lesungs-Einleitungen und Lesungen je für ein Lesejahr.
Seelsorgeverband Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen mehreren Pfarreien
Stola Breites farbiges Tuchband. Sie kennzeichnet im Gottesdienst den Diakon oder Priester.
Stundengebet Gebet zu verschiedenen Stunden des Tages: Matutin, Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper, Komplet. Wird vor allem in Klöstern gepflegt.
Synode Versammlung von Priestern und Laien mit dem Bischof einer Diözese. Hier werden theologische und pastorale Fragen besprochen. In der Schweiz fand eine Synode 72 statt.
Tabernakel Kästchen, in dem das Ziborium mit den geweihten Hostien aufbewahrt wird.
Tagesgebet Anfangsgebet des Gottesdienstes. Ändert von Tag zu Tag.
Theologie Fremdwort für “Gotteslehre”, das Sachgebiet, welches zukünftige Seelsorger lernen müssen und auch “gewöhnliche” Leute lernen dürfen.
Torce “Tortsche”, Handkerze auf einem Stab.
Velum “das Bedeckende”, ein Tuch siehe auch Kelchvelum
Verkündigung Weitergabe des Glaubens - eine der 4 Hauptaufgaben der Kirche
Vesper Abendgebet siehe Stundengebet
Wandlung siehe Einsetzungsbericht
Weihbischof Mitarbeiter des Bischofs. Spendet auch in dessen Auftrag das Sakrament der Firmung und der Diakonats- und Priesterweihe.
Weihrauch Zeichen des Gebets und der Verehrung Gottes. Aufbewahrt wird er im “Schiffli”, verbrannt im Weihrauchfass.
Weihwasser Zeichen der Tauferinnerung
Wettersegen Von Ende April bis Mitte September wird am Schluss des Gottesdienstes um den Segen Gottes über die Natur gebetet.
Wettersegenkreuz Wird zum Wettersegen gebraucht. Nach Ueberlieferung enthält es ein Stück des Kreuzesholzes Jesu.
Zeremoniale Buch mit den Anweisungen für die im Gottesdienst Mitwirkenden
Zeremonie Religiöse Handlung
Ziborium Kelch, in dem geweihte Hostien aufbewahrt werden
Zingulum Gurt für die Albe, manchmal in der Farbe der Festzeit.
Zwischengesang Antwort auf die Lesung