Diakonie und Beten

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Diakonie Nächstenliebe

Glaube zeigt sich nicht nur am Sonntag im Gottesdienst. Glaube ist eng verbunden mit dem Alltag… Glauben heisst auch einander helfend und ermutigend beistehen…

In diesem Sinne ist jede Christin, jeder Christ eingeladen – wie der Samariter – dem Nächsten beizustehen.

Vom Pfarramt können wir als kleine Pfarrei im Finanzausgleich kaum finanzielle Unterstützung geben. Wir können Ihnen aber helfen, Unterstützung zu finden. Kommen Sie vorbei oder rufen Sie an.

Beten – aber wie?

Zum Beten braucht es nicht immer eine feste Form. Sie können mit Gott sprechen in der Sprache Ihres Herzens. So wie mit einem ganz vertrauten Freund. Er versteht Ihr Lob und Ihren Dank. Er hat auch ein offenes Ohr für Ihre Anliegen und Bitten. Er versteht auch, wenn Sie keine Worte finden und nur vor ihm schweigen.

Die Apostel fragten Jesus, wie sie beten sollten. Da hat er ihnen das Gebet geschenkt, das bis heute alle Christen als das Wertvollste erachten und schätzen: „Vater unser im Himmel…“ (im Kirchenbuch 33).

Ihren gemeinsamen Glauben an Gott bekennen die Christen mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an Gott…“ (Kirchenbuch 31.3).

Aus dem Gloria der Messe stammt dieses Lobgebet: „Du allein bist der Heilige, du allein der Herr, du allein der Höchste, Jesus Christus, mit dem Heiligen Geiste, zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.“
Sie können den dreieinigen Gott auch loben mit dem Gebet: „Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen.“

Das Ave Maria, ein Gebet an die Mutter Gottes, der unsere Kirche geweiht ist, beginnt mit den Worten aus dem Lukasevangelium: „Gegrüsset seist du Maria…“ (Weitere Gebete im Kirchenbuch bei 779).

Wenn Sie sich überlegen: „Was ist denn eigentlich beten?“, fragen Sie sich vielleicht auch: „Was bewirkt beten?“
Beten gibt Kraft fürs Leben. Es macht das Leben nicht unbedingt leichter, aber es macht Sie fähiger mit dem Schweren des Lebens um zugehen. Sie sehen dann mehr als nur das eigene Ich. Die Welt um Sie herum, die Menschen, die Natur und die Dinge werden Ihnen vermehrt bewusst. Durch das Beten kommt Gott Ihnen näher.
Beten besteht aus Haltungen: Ehrlichkeit, Offenheit, Betroffenheit, Solidarität, Vertrauen, Toleranz, Geduld und Hoffnung.
Wenn Sie sich um diese Haltungen bemühen, so kommen Sie auch zu Handlungen. Dann kann Ihr Leben zu einer Einheit, zu einem Ganzen werden, das beseelt und begeistert ist von Gott.
Durch das Beten verwandelt uns Gott allmählich im nach seinem Bilde.

Paul Hornstein-Schnider, Pfarreileiter

 

Grundgebete

Das Kreuzzeichen
Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des heiligen Geistes.
Amen.

Gegrüsst seist du Maria
Gegrüsst seist du Maria,
Voll der Gnade – der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
(Gebenedeit bedeutet: gesegnet)

Vater unser im Himmel
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,
und führe uns nicht in Versuchung.
Sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit In Ewigkeit. Amen.

Glaubensbekenntnis oder Credo
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters,
von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

Ehre sei dem Vater
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste
wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit
bis in Ewigkeit. Amen.

Für eine verstorbene Frau oder ein Mädchen: Herr, gib ihr die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihr. Lass sie ruhen im Frieden. Amen.

Für einen verstorbenen Mann oder einen Knaben: Herr, gib ihm die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihm. Lass ihn ruhen in Frieden. Amen.

Für Eltern: Die Eltern mein empfehl ich dir. Behüte lieber Gott sie mir. Vergilt o Herr, weil ich’s nicht kann: das Gute, das sie mir getan. Amen.

Bruder Klausen Gebet: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir. Mein Herr und mein Gott, o nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir. Amen.

Heiliger Schutzengel mein,
lass mich dir empfohlen sein
Tag und Nacht, ich bitte dich
beschütz, regier und leite mich.
Hilf mir leben recht und fromm,
dass ich zu dir in den Himmel komm. Amen.

Schutzengel, mir von Gott gegeben
geleite mich durchs ganze Leben.
Du bist so weise, fromm und rein,
o lass mich dir doch ähnlich sein. Amen.

Zum Heiligen Geist: Atme in mir, du heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Behüte mich, du heiliger Geist, dass ich das Heilige nie mehr verliere.
Amen.

 

Mariengebete

Ave Maria
Gegrüssest seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen. Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Magnificat
Meine Seele preist die Grösse des Herrn / und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut / Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Grosses an mir getan / und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht / über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten / Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. Er stürzt die Mächtigen vom Thron / und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben / und lässt die Reichen leer ausgeh’n. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an / und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheissen hat / Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Gebet zu Maria
Jungfrau, Mutter Gottes mein / lass mich ganz dein eigen sein, / Dein im Leben und im Tod./ Dein in Unglück, Angst und Not, / Dein im Kreuz und bittrem Leid, / Dein für Zeit und Ewigkeit. / Mutter! auf dich hoff‘ und baue ich! / Mutter! zur dir ruf und seufze ich! / Mutter! du Gütigste, steh mir bei! / Mutter! du Mächtigste, Schutz mir leih! / O Mutter, so komm, hilf beten mir! / O Mutter, so komm, hilf streiten mir! / O Mutter, so komm, hilf leiden mir! / O Mutter, so komm und bleib bei mir! / Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste! / Du willst mir ja helfen, o Gütigste! / Du musst mir nun helfen, o Treueste! / Du wirst mir auch helfen, o Gütigste! / O Mutter der Gnade, der Christen Hort! / Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Pfort‘! / Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier! / Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier! / Wer hat je umsonst deine Hilf‘ angefleht? / Wann hast du vergessen ein kindlich Gebet? / Drum ruf ich beharrlich im Kreuz und im Leid / „Maria hilft immer! Sie hilft jederzeit!“ / Ich ruf voll Vertrauen in Leiden und Tod / „Maria hilft immer, in jeglicher Not!“ / So glaub ich und lebe und sterbe darauf, / „Maria hilft mir in den Himmel / hinauf!“ /